Nahversorgung Burgwindheim: Ergebnisse der Umfrage

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Ende des Jahres 2020 fand eine Umfrage zur Nahversorgungssituation und möglichen Dorfladenvarianten statt. Am letzten Donnerstag, dem 11. Februar 2021, wurden nun die Ergebnisse dieser Umfrage im Arbeitskreis zur Nahversorgung in Burgwindheim vorgestellt.

Nahversorgung Burgwindheim

Kurzbericht zur Online-Konferenz zum Thema Dorfladen Burgwindheim

Am Donnerstag, dem 11. Februar 2021, fand von 19:30 Uhr bis ca. 22:30 Uhr die erste Sitzung dieses Jahres zur Nahversorgung statt. Genutzt wurde hierzu eine Online-Konferenz, die das Allianzmanagement ansetzte. Insgesamt nahmen 21 Personen teil an der Sitzung, darunter Wolfgang Gröll (newWAY GmbH) und Erwin Kuglmeier (Tante Emmas Tag-und-Nacht-Laden).

Nahversorgungsumfrage - Präsentation der Ergebnisse

Nach einer Begrüßung von Herrn Bürgermeister Johannes Polenz und der Vorstellung der Gäste und Referenten des Abends, begann Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz mit der Präsentation der Ergebnisse der Nahversorgungsumfrage. Die wesentlichen Ergebnisse können Sie Präsentationsfolien entnehmen (Download Präsentationsfolien).

Selbstbedienungsläden - Vorstellung eines Konzeptes

Im Anschluss an die Präsentation und erste Diskussion der Umfrageergebnisse stellte Herr Erwin Kuglmeier die Grundzüge der neuen Dorfladen-Variante Tante Emmas Tag-und-Nacht-Märkte dar. Diese Variante, mit der sich das junge Unternehmen aktuell in mehreren Bundesländern als wirtschaftliche Alternative zu klassischen Nahversorgern im ländlichen Raum hervortut, charakterisiert sich maßgeblich durch digitale, bargeldlose Selbstbedienungskassen, einen 24/7-Zugang zum Markt per Kundenkarte, automatisiertes Warenmanagement und Videoerfassung zur Markt- und Kundensicherheit und zur Bestandskontrolle für lokale Produzenten wie Bäckereien und Metzgereien. Ein solcher Markt bedarf lediglich zu Reinigung, Wartung und zum Bestücken/Aussortieren personal in geringem Stundenumfang und ist somit auch bei vergleichsweise geringem Kundenaufkommen noch wirtschaftlich für den Betreiber. Dieser errichtet nach Bereitstellung einer Fläche durch die Kommune einen Standard-Markt, der mindestens auf eine Dauer von 20 Jahren garantiert in Verantwortung des Unternehmens betrieben wird. Für die Kommune fallen damit – so Herr Kuglmeier – keine weiteren Kosten an. Es ist möglich ein Café an das Gebäude anzugliedern, welches jedoch getrennte Zugänge und einen eigenen Betreiber benötigen würde, da sich das Unternehmen aktuell noch auf den Marktbetrieb begrenzt.

Zudem relevant hinsichtlich der Standortfrage ist, dass das Unternehmen in der aktuellen Ausbaustufe, so Herr Kuglmeier, keine Leerstände bezieht sondern nur im eigenen Werk kostengünstig erstellte Ständerbauten errichtet und nutzt.

Standortfrage - Mögliche Raumkonzepte in den Standortoptionen

Nach einer Begehung der zur Diskussion stehenden potenziellen Standorte eines Ladengeschäftes durch Herrn Gröll und Herrn Bürgermeister Polenz und anhand noch kurzfristig übermittelter Grundrisspläne erstellte Herr Gröll beispielhaft für 3 der 4 Standorte Raumnutzungsmodelle. Da jedoch einige Details in den Plänen veraltet waren, auf die während der Präsentation zu sprechen kam, müssen diese Visualisierungen noch korrigiert werden.

Hinsichtlich der Kombination eines Ladens mit einem Café, welches laut der Umfrage die meistgewünschte Ladenvariante ist (50% der Antworten), kommen - so Herr Gröll  - das Haus der Fam. Zeck (bedingt) und der vor allem ein Neubau am Radweg in Frage.

Aufgrund der Begehung legt Herr Gröll seinerseits folgende Priorisierung nahe [hier gegenübergestellt der Umfrageergebnisse]:

1. Neubau am Alten Bahnhof, u.a. da das Gelände im Eigentum des Marktes Burgwindheim ist, die Lage (bei angesetztem 400m Fußläufigkeitsradius) genauso zentral aufällt wie die anderen und hier Laden und Café einfach realisierbar und realistisch dimensionierbar erscheinen. [Vergleich Umfrage: 195/371 Befragte für "Neubau Nähe Fahrradweg (z.B. ehemaliges BayWa-Gelände)"]

2. Alte Post, u.a. da das Gebäude im Eigentum des Marktes Burgwindheim ist und somit vergleichsweise geringe Investitions- und Folgekosten entstünden. [Vergleich Umfrage: 18/371 Befragte für "Gebäude 'Alte Post' Nähe Turnhalle"]

3. Laden der Fam. Zeck, u.a. schätzt er die Ladenfläche hier realistischer ein vgl. mit 4., jedoch mit sehr begrenzten Café Möglichkeiten (ggf. Wintergarten-Vorbau); dagegen spricht das Pacht/Mietverhältnis, da hierdurch der Ladenbetrieb nicht langfristig garantierbar erscheint und laufende Mietkosten entstehen; [Vergleich Umfrage: 118/371 Befragte für "Am Marktplatz: Laden Fam. Zeck / Hetzel-Haus"]

4. Hetzel-Haus, u.a. da das Gebäude unter den Varianten die größten Investitionen und die längste Umsetzungsdauer für die Ladeneinrichtung nach einer Sanierung bedarf. [siehe 3.: Vergleich Umfrage: 118/371 Befragte für "Am Marktplatz: Laden Fam. Zeck / Hetzel-Haus"]

Ausblick und weiteres Vorgehen

Nach einer Diskussion um diese Standortvarianten wurden viele weitere Punkte zu bedenken gegeben. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, des hohen Austauschinteresses und der Notwendigkeit zur soliden Entscheidungs- und Konsensfindung wurde vorgeschlagen, dass Argumente für und wider die Standortoptionen systematisiert gesammelt werden. Hierzu wird Herr Förster dem Arbeitskreis ein Online-Tool bereitstellen, welches die gemeinsame Sammlung von Argumenten zu den Kriterien ermöglicht, die dann wiederum in einer kommenden Sitzung zugrunde gelegt werden können.

Die nächste Sitzung wird am 4. März um 19:30Uhr stattfinden und von Herrn Förster erneut per WebEx ausgerichtet.

 

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